Im zweiten Halbfinale der Damen duellieren sich zwei Teams, die sich in dieser Saison als Überraschungen entpuppt haben. Während es für Uhlenhorst Mülheim die erste Endrunden-Teilnahme in der Clubgeschichte ist, hat der Harvestehuder THC seit dem bislang einzigen Hallentitel im Jahr 2007 kein Final Four mehr gespielt. Damals gewannen die Schwarz-Gelben das Endspiel 6:4 in Hamburg gegen Rot-Weiss Köln. HTHC-Urgestein Rike Sager stand schon dort im Aufgebot. Trainer André Otten sagt: „Wir sind mega happy. Die Mädels haben sich die Endrunde echt verdient, das hätten wir zu Beginn der Saison nie erwartet. Nun ist in Berlin alles möglich und die Mädels sollen mit Spaß zur Sache gehen.“ Ähnlich sieht es Mülheims Trainer Hanns-Peter Windfeder: „Wir sagen uns schon die ganze Saison über, wir müssen nicht gewinnen, aber wir wollen. Man darf nicht vergessen, dass wir auf dem Feld eine Zweitliga-Mannschaft sind.“ Als Zweiter der West-Gruppe hatte sich Mülheim für die Runde der besten Acht qualifiziert und dann im Viertelfinale den Favoriten und Endrunden-Gastgeber Berliner HC mit 4:1 besiegt. Harvestehude ließ in der Nord-Staffel den Vorjahresfinalisten Club an der Alster hinter sich und erkämpfte sich hinter Spitzenreiter UHC das Viertelfinalticket des Zweitplatzierten. Im k.o.-Duell beim Südmeister und Vorjahreshalbfinalisten Mannheimer HC setzte sich der HTHC dann denkbar knapp durch den Treffer von Anne Deupmann in der 48. Minute mit 3:2 durch. „Der Teamspirit ist unfassbar groß, die Mädels haben sich jeden Meter erarbeitet“, lobt Otten. Sowohl Mülheim als auch der HTHC dürfen sich auf eine gut besuchte Kulisse und jede Menge Unterstützung von den Rängen freuen, denn die Herrenteams beider Clubs stehen ebenfalls im Final Four, weswegen die Reisebereitschaft der Fans noch größer als ohnehin schon sein sollte.

Viertelfinalergebnisse
Berliner HC (Ost 1) – HTC Uhlenhorst Mülheim (West 2) 1:4 (1:3)
Mannheimer HC (Süd 1) – Harvestehuder THC (Nord 2) 2:3 (2:2)