An diesem Samstag geht es endlich wieder los: Die 1. Damen und 1. Herren bestreiten ihre Auftaktspiele in der 1. Feldhockey-Bundesligasaison 2026/27 zuhause gegen den Münchner SC. Der Eintrittspreis ist um die Hälfte reduziert und auch abseits des Platzes wird einiges geboten. Denn direkt im Anschluss an die Bundesliga-Partien startet die Premiere des Herbstfestes: VIS Performance bietet um 13.30 Uhr einen halbstündigen Workout an (Anmeldung erforderlich), ehe ab 14.00 Uhr die Clubmeisterschaften im Tennis beginnen. Für alle Gäste wird zudem ein buntes Rahmenprogramm mit Torwandschießen, Dosenwerfen, Kinderschminken und vielem mehr geboten. Am Abend geht das Herbstfest dann in das traditionelle BHC-Oktoberfest für die Erwachsenen über.

Den Auftakt am Samstag machen die BHC-Herren bereits um 11.45 Uhr mit ihrem Spiel gegen den MSC, im Anschluss (14.15 Uhr) empfangen die Damen im Hockeystadion auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld die Münchnerinnen. „Es muss unser Anspruch sein, hier drei Punkte zu holen“, sagt Damen-Coach Casper von Quadt über den Playdown-Teilnehmer der letzten Saison und unterstreicht: „Die Liga ist nochmal enger geworden, auch die Aufsteiger haben sich gut verstärkt. In dieser Saison gibt es keinen dankbaren Gegner mehr. Jedes Spiel wird ein Fight um die drei Punkte werden.“ Die BHC-Damen hatten in der abgelaufenen Spielzeit das Viertelfinale als Vorrundensechster erreicht und mussten sich im entscheidenden dritten Playoff-Duell dem späteren Meister Düsseldorfer HC geschlagen geben. „Wir möchten in dieser Saison daran anknüpfen. Im Viertelfinale Heimrecht zu haben, wäre ein Ziel“, sagt van Quadt.

Sportdirektor Rein van Eijk betont: „Die Damen haben mit ihrem Kader das Zeug im Final Four mitzuspielen. Nun gilt es, den nächsten Schritt zu machen, die neu geschaffenen Strukturen weiter fortzusetzen und auch mit den gestiegenen Erwartungen zurechtzukommen.“ Die Damen haben sich zur neuen Saison noch einmal personell verstärkt. Stürmerin Charlotte Gerstenhöfer wechselte vom Vorrundensieger Mannheimer HC, U21-Nationalspielerin Carlotta Koch schloss sich vom HC Ludwigsburg an, die österreichische Nationalspielerin Carla Kemper kommt aus Wien hinzu und Nele Lammers vom Bezirksnachbarn Zehlendorfer Wespen. Zudem ist Anna Batschko vom Club an der Alster jetzt auch offiziell spielberechtigt, aufgrund ihres Wechsels zur Rückrunde durfte sie in der vergangenen Saison noch nicht eingesetzt werden.

Die Herren sind nach ihrem Abstieg im Jahr 2025 nun direkt im ersten Anlauf ins Oberhaus zurückgekehrt. „Wir haben den Kulturwandel sehr gut eingeleitet und nun wieder eine ganz klare Leistungsorientierung sowie eine bessere Altersstruktur und Breite im Kader“, erläutert Rein van Eijk, der das Team als Interimstrainer durch die Vorbereitung geführt hat. Erst in der vergangenen Woche hat der Franzose Julien Boyer als Cheftrainer übernommen. „Julien passt sowohl von seinem Wertegerüst als auch menschlich sehr gut zum BHC. Er ist sehr ehrgeizig und beeindruckt zudem mit seinem Wissen aus anderen Sportarten, das er in den Hockeysport miteinfließen lässt“, lobt van Eijk. Boyer selbst, der 96 Mal das französische Nationaltrikot trug, sagt: „Ich sehe bei den 1. Herren großes Potenzial. Das Team ist gut vorbereitet und hat das richtige Mindset.“ Das erklärte Saisonziel ist auf jeden Fall der Klassenverbleib.

Auch die Herren haben sich gut verstärkt. So wechselte der schottische Nationalkeeper Tommy Alexander vom Club an der Alster nach Berlin sowie Noah Hagen  vom TC Blau-Weiss Berlin, Yannick Koch und Loïc Berlinghof  von der TG Frankenthal sowie Jugend-Nationalspieler Theo Belhustede vom Braunschweiger THC schlossen sich aus der zweiten Liga dem Aufsteiger an. Zudem kommen die irischen Kaderathleten Ben Ryder und Milo Thompson dazu. „Wir haben uns auf allen Ebenen gut verstärkt und sind dadurch eine sehr attraktive Mannschaft geworden“, sagt van Eijk.

Der Niederländer selbst hat sich federführend dafür eingesetzt, dass nicht nur am ersten Spieltag, sondern über die ganze reguläre Spielzeit der Feldsaison hinweg die reduzierten Eintrittspreise gelten. Ein Doppelspieltag gibt es damit für nur 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) zu sehen. „Wir wollen einerseits unseren Mitgliedern eine attraktive Möglichkeit geben, sich öfter im Verein zu treffen. Andererseits sind unsere beiden Erstligisten ein Alleinstellungsmerkmal in Berlin. Hier sehen wir es auch als unsere Aufgabe, allen Berliner Hockeyfans einen Zugang zu ermöglichen.“ Präsident Dirk Gaßmann erläutert: „Wir haben die Preise der Preisbereitschaft der Fans für Spitzenhockey angepasst.“

Tickets für Samstag gibt es im Onlineshop oder an der Tageskasse.

Fotos: BHC / Fritz Ebeling, privat